Vom „Exporting Paradise“ zur nachhaltigen Entwicklung?
Tourismusdestination Mexiko
Zur Ringvorlesung am 12. Jänner 2009 war Herr Professor Herbert Baumhackl geladen. Professor Baumhackl unterrichtet an der Universität Wien und war davor für die Firma TUI als Hoteleinkäufer tätig. In seinem Vortrag ging es um das Land Mexiko und dem dortigen Tourismus, der Rolle des Staates und den Auswirkungen der herrschenden Tourismuspolitik.
Überblick
Mexiko ist ein Schwellenland in Mittelamerika mit 31 Bundesstaaten und Mexiko DF als Hauptstadt. Es ist ungefähr dreiundzwanzigmal so groß wie Österreich und hat zirka 105 Millionen Einwohner. Die Bevölkerung setzt sich zusammen aus 60 Prozent Mestizen, 30 Prozent indigenen Völkern und etwa 9 Prozent haben ihre Wurzeln in Europa. Der größte Teil des Landes ist dem nordamerikanischen Kontinent zugeordnet, aber der südliche Teil bildet schon die Landbrücke nach Zentralamerika. Es grenzt dort an Guatemala und an Belize, während die Vereinigten Staaten von Amerika der Nachbar im Norden sind.
Geschichte
Die Geschichte Mexikos ändert sich mit dem Eintreffen der ersten spanischen Expeditionen in den Jahren 1517 und 1518 auf der Halbinsel Yucatan. Das reiche Goldvorkommen machte das Festland bald für die Spanier interessant und von 1519 bis 1521 gelingt es Hernan Cortes, das Azteken-Reich niederzuschlagen. Im Jahre 1810 wurde die Unabhängigkeit von Spanien erklärt und nach langem Krieg diese auch 1821 endgültig erreicht. Seit 1917 ist Mexiko eine präsidiale Bundesrepublik und von 1929 bis 2000 wurde es von ein und derselben Partei regiert: der Partido Revolucionario Institucional (PRI). Im Jahr 2000 stellte jedoch die Partido Accion Nacional mit Vicente Fox erstmals den Präsidenten und ist seither an der Macht.
Tourismusland
Mexiko bietet für Besucher eine Unmenge an unterschiedlichen Aktivitäten. Von Trekkingabenteuern über entspannte Tage am Strand bis hin zu den mystischen und geschichtlichen Tempelbauten ist alles vorhanden. Dazu die ausgesprochen köstliche Küche mit ihren Spezialitäten, wie zum Beispiel Chili con Carne oder der Guacamole, und fertig ist der perfekte Urlaub. Trotzdem hat Mexiko aufgrund der bisherigen Tourismuspolitik bei den meisten ausländischen Touristen nur das Image einer „all inclusive“ Badedestination.
Fazit
Die Vorlesung von Professor Baumhackl war sehr informativ, interessant und nicht zuletzt aufgrund seiner anschaulichen Beispiele sehr zu empfehlen. Sie zeigte in eindrucksvoller Art und Weise auch die Probleme auf, mit denen Mexiko zu kämpfen hat. Dennoch, jeder der bis dato noch nicht über einen Mexiko-Urlaub nachgedacht hat, wird sich spätestens nach dieser Vorlesung umgehend im Reisebüro seines Vertrauens über die Tourismusdestination Mexiko erkundigen.